Die Gewürz-Nelken haben nichts mit den Gartenblumen zu tun sondern sind die getrockneten Blüten des Gewürznelken Baumes Syzygium aromaticum, dieser gehört zu den Myrtengewächsen.
Dieses scharfe und kräftige Gewürz kennt vermutlich jede Hausfrau, wenn sie kochen kann. Zusammen mit zwei bis drei Lorbeerblättern gibt sie dem Rotkohl die perfekte Note, aber auch in Wildgerichten und weiteren Gerichten wird sie gern entweder als Pulver oder im Ganzen verwendet. Und natürlich gehört das Nelkengewürz auch in die Lebkuchen-Gewürzmischung. Sehr hübsch in der Vorweihnachtszeit sind auch Zitrusfrüchte (Zitronen oder besser noch Orangen) mit Nelken gespickt. Diese kleinen Kunstwerke sehen nicht nur hübsch aus sondern verbreiten einen weihnachtlichen Duft.
Die bekannteste Verwendung von ganzen Nelken ist wohl das Daraufbeißen bei Zahnschmerzen. Sind keine Schmerztabletten zur Hand, kann man sich gut damit behelfen. Die schmerzstillende Wirkung wird durch den hohen Anteil von Eugenol hervorgerufen. Die betäubende Wirkung ist auf den Gehalt an Oleanolsäure zurückzuführen. Außerdem haben sie einen sehr hohen Gehalt von Polyphenolen und dadurch machen sie Fleisch verdaulicher. Ebenso geben sie dem Weihnachtspunsch und dem Glühwein einen unverwechselbaren Geschmack.
Ein Kuriosum am Rande ist die Verwendung zerkleinerter Nelken zusammen mit Tabak in speziellen Nelkenzigaretten (Kretek), die in Indonesien hergestellt und auch in gut sortierten Tabakgeschäften in Deutschland zu bekommen sind.



