Grundsätzlich hat jeder Mensch die Fähigkeit, mit “der Seele zu (messen) lesen”, aber im Laufe der Jahrtausende ist diese Gabe bei den meisten Menschen in die Tiefen des Unterbewusstseins gesunken oder ganz verschwunden, kann aber wieder aktiviert oder neu erlernt werden. Die Psychometrie ermöglicht es uns, mit unseren Augen, aber mehr noch mit den Händen feinstoffliche Energien zu erfühlen. Das intuitive Erkennen gepaart mit Sensivität ermöglicht es, Veränderungen und Impulse wahrzunehmen. Dies bezieht sich aber nicht nur auf den menschlichen Körper, auch Gegenstände und Orte nehmen die Energien des Menschen auf und die lassen sich erspüren.
Alles besteht letztendlich aus Energie, mehr oder weniger verdichtet. Im Morphogenetischen Feld (Rupert Sheldrake) ist alles, was jemals war, gespeichert. So ist es möglich, Energien zu erfühlen, denn sie sind ja da. Mit der Kirlian Fotografie kann man diese Energieabstrahlungen sogar sichtbar zu machen.
Der Arzt Dr. Joseph Buchanan prägte den Begriff der Psychometrie. Beim Trainieren dieser Fähigkeiten ist der Mensch verstärkt auf die rechte Gehirnhälfte angewiesen, denn diese benötigt für ihre Erkenntnisse keine logischen, klar definierte Fakten sondern eher das ganzheitliche, analoge Erfassen der Umgebung und der Energien. Raum und Zeit spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtig hingegen sind die sogenannten Alpha-Wellen des Gehirns. Diese produzieren wir z.B. beim Autogenen Training oder kurz vor dem Einschlafen. In diesem “Alpha-Wellen Zustand” ist unsere Wahrnehmung geschärft und wir nehmen intuitiv wahr, was im normalen Alltagsbewusstsein untergehen würde.
Buchanan war fasziniert von der Idee, etwas über einen Menschen herauszufinden, ohne ihn direkt zu befragen, indem er z.B. einen persönlichen Gegenstand einer Person in die Hände nahm. Bei Verstorbenen war und ist das natürlich nicht möglich, aber meistens gab und gibt es andere Personen, die in der Lage sind, Fakten oder Vermutungen zu bestätigen, bzw.auch nicht. Der Arzt begann seine Empfindungen zu trainieren, in dem er z.B. aus Steinen oder archäologischen Fundstücken Informationen erhielt, die er dann u.a. von Geologen, Archäologen und anderen wissenschaftlichen Experten überprüfen ließ.
Die Psychometrie als Methode ist schon ernst zu nehmen. Schlimm ist nur, dass auch in diesem Bereich jede Menge Scharlatane und Betrüger unterwegs sind. Deren Machenschaften sorgen dafür, dass die Seriösen, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und ihre Fähigkeiten durch intensives Training geschult haben, ebenfalls mit Vorurteilen zu kämpfen haben.
Wichtig für den Lernenden ist das ständige Feedback durch die Person selbst oder andere glaubwürdige Zeugen, die in der Lage sind, auf Grund ihres Wissens, die Aussagen entweder zu bestätigen, aber auch zu negieren. Das Feedback dient zum Einen als direkter Indikator dafür, ob und dass sich der Psychometriker auf der richtigen Spur befindet. So lernt er, seinen Empfindungen zu trauen. Zum Anderen macht er seine Erkenntnisse überprüfbar, da, wo sie überprüfbar sind.



