Ein ernstes Wort vorweg: Dieser Artikel enthält interessante Informationen. Diese sollen aber kein Anreiz dafür sein, eventuelle Therapien auf eigene Faust zu ändern oder gar zu unterbrechen. Was Sie auch tun, an erster Stelle sollte immer das Gespräch mit einem Arzt oder Apotheker stehen.
Dass das gute alte Backpulver nicht nur zum Backen gut ist, sondern auch im Haushalt hervorragende Dienste leistet, wusste schon die Oma. Wenn es aber gilt, das Backpulver als Heilmittel einzusetzen, sind nur noch Wenige informiert.
In fast jedem Haushalt ist dieses Backtriebmittel zu finden. Ich persönlich nehme es aber auch, um meine Gardinen schön weiß zu bekommen. Als ich aber neulich über eine Internetseite gestolpert bin, die jede Menge Informationen zum Thema Gesundheit und alternativen Behandlungsmethoden, insbesondere zu Nahrungsergänzungsmitteln und natürlichen Heilmitteln anbietet, war ich doch etwas erstaunt. Mit dem Backpulver lässt sich tatasächlich noch einiges mehr anstellen.
Zuerst einmal ist es wichtig, nur das reine Backpulver, Natriumhydrogencarbonat, zu verwenden. Leider findet man im Supermarkt nur das mit Zusatzstoffen versehene. Weder phosphathaltige noch aluminiumhaltige Verbindungen dürfen enthalten sein. Es lohnt sich also, genau nachzulesen. Das “echte” Natron ist Natriumhydrogencarbonat. Lassen Sie sich nicht von Begriffen wie Bicarbonat oder Soda in die Irre führen.
Das Natron bei saurem Aufstoßen hilft, gehörte schon zu Oma’s Geheimtipps, aber das weiße Pulver kann entschieden mehr. Backpulver ist basisch, und darum hilft es schon mal bei allen Beschwerden, die auf eine Übersäuerung des Körpers zurückzuführen sind. So leistet es gute Dienste bei Erkältungen und grippalen Infekten, ebenso bei chronischen Gesundheitsstörungen.
Im Einzelnen noch einmal einige der zahlreichen Einsatzmöglichkeiten:
Die metabolische Azidose (Übersäuerung durch eine Stoffwechselentgleisung) gehört immer in die Hände eines Arztes. Der mögliche Einsatz von Natriumhydrogencarbonat muss auf jeden Fall mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.
Das gleiche gilt für Krebserkrankungen. Auch hier nur nach Absprache und mit dem Einverständnis des behandelnden Arztes verwenden. Zwei bekannte Ärzte des Fachgebietes Onkologie, Dr. Mark Sircus und Dr. Tullio Simoncini verabreichen ihren Krebspatienten das Natriumhydrogencarbonat, unter Anderem, um die gesunden Körperzellen vor den Folgen der Chemotherapie zu schützen. Beide Ärzte konnten damit bereits große Erfolge in der Behandlung von Krebspatienten erzielen.
Candida (Pilz)-Infektionen können sehr hartnäckig, lästig, unangenehm und gesundheitsschädigend sein. Außerdem gibt es nicht nur den Pilzbefall von Haut und Schleimhäuten äußerlich sondern auch innere Organe können befallen sein. Zudem produzieren die Pilze Gifte. Eine gewisse Menge an Pilzen hat jeder Mensch in sich. Wenn aber das Immunsystem zu schwach ist, entweder durch Krankheit oder Medikamente, die das Immunsystem in manchen Fällen sogar gezielt unterdrücken (bei den sogenannten Autoimmunerkrankungen, wie z.B. Arthritis) nehmen die Pilze dramatisch Überhand. Dies wirkt sich natürlich negativ auf die Gesundheit aus, die in solchen Fällen sowieso schon angeschlagen ist.
Der Arzt Dr. Simoncini sieht sogar einen Zusammenhang zwischen Pilzinfektionen und Krebserkrankungen und hält es für wahrscheinlich, dass die Candida-Infektion den Weg für das Krebsgeschehen bereitet. Aber auch ohne diesen Zusammenhang sollte eine Infektion immer behandelt werden.
Eine basische Ernährung möglichst ohne Zucker reicht bei einem massiven Befall leider nicht aus, aber es gibt diverse, natürliche Möglichkeiten, gegen die Candida-Infektion vorzugehen. Dazu gehört auch das Backpulver.
Bei Schweißfüßen kann das Backpulver in die Schuhe gestreut werden, gegen Achselschweiß pudert man direkt die Achselhöhlen.
Bei Insektenstichen eine Paste aus Wasser und Pulver herstellen und die Stiche damit bestreichen.
Bei einem Sonnenbrand kann ein in einer Backpulver-Wassermischung getränktes Handtuch Linderung bringen.
Wird die (Gesichts)Haut mit einer Backpulverlösung gewaschen, oder dem Badewasser beigegeben, wird sie samtweich, außerdem erhöht sich die Sauerstoffzufuhr von Haut und Körper. Positive Effekte werden auch bei der Behandlung von Akne festgestellt.

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Der Artikel ist sehr interessant. Leider steht nichts über die innerliche Anwendung da, speziell bei Rheuma. Oder nimmt man es da nur zum Baden?
LG Charlotte
Alles was auf die Haut kommt, dringt auch ausserdem ein in den Koerper. Baden ist gut. Man kann auch eine Paste (Backpulver u. Wasser) herstellen und zum Einreiben benuetzen. Ausserdem 1 Teeloeffel Backpulver mit 1 Glas Wasser verruehren und trinken, aber nicht gleichzeitig mit dem Essen, es sei denn, man hat etwas Schwerverdauliches gegessen.
Es ist auch moeglich, es sich von speziellen Aerzten (z.B. Dr. Simoncini) einspritzen zu lassen.
Hallo Angie,
danke für Deinen Kommentar. Du hast ganz recht, die Haut ist eine durchlässige Barriere, durch sie können Stoffe von außen eindringen, genau so auch ausgeschieden werden. Über Dr. Simoncini habe ich im Artikel ja berichtet.
Liebe Grüße, Ina