Afrikanische Teufelskralle (Harpagophytum procumbens)




Bildautor Henry Pidoux

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Die afrikanische Teufelskralle verdankt ihren Furcht einflößenden Namen den klettenartigen Früchten mit denen sie sich an allem festkrallt, vorzugsweise im Fell vorüberkommender Tiere, die dann dafür sorgen, dass die enthaltenen Samen weitergetragen werden. In den Wurzeln finden sich potente Inhaltsstoffe wie beispielsweise Iridoidglykoside, Phenylpropanoide, Zimtsäure, Chlorogensäure und ungesättigte Fettsäuren. Dieser Cocktail kann auf Grund seiner entzündungshemmenden und schmerzstillenden Wirkung sehr gut bei (rheumatischen) Gelenkbeschwerden aller Art (Arthrose, Arthritis, Hexenschuss, Ischias usw.) eingesetzt werden.

Ebenso verbessert sie die Beweglichkeit der Gelenke und seit kurzem weiß man, dass die Teufelskralle Knorpel Masse wieder aufbauen kann. Bemerkenswert ist auch, dass nach dem Ende der Behandlung der Heilungsprozess trotzdem weiter besteht und sich noch fortsetzt.

Wie bei vielen Heilpflanzen helfen die Inhaltstoffe auch in zahlreichen anderen Bereichen. Sie können Nieren- und Leberschwächen ausgleichen, durch Viren ausgelöste Erkrankungen, wie z.B. die Gürtelrose, lindern, ebenso andere Hauterkrankungen günstig beeinflussen, Wechseljahresbeschwerden bessern und sie fördern den Eisprung.

ACHTUNG: Bei Gallensteinen und Geschwüren im Magen-Darmbereich darf sie nicht eingesetzt werden. Auch bei Kindern unter 12 Jahren verbietet sich die Anwendung.

Wildwachsende Pflanzen findet man hauptsächlich in den Steppen Namibias und Südafrikas, ebenso wie in Botswana. Interessant wegen ihrer Heilkraft ist aber die Wurzel. Von der Hauptwurzel aus bildet sie zahlreiche Nebenwurzeln, die geerntet werden können. Da die Pflanze bedroht ist, wird die Mutterwurzel im Boden belassen, damit sie wieder neue “Kinder” wachsen lassen kann.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, den Körper mit Teufelskralle zu versorgen. Für Hartgesottene als bitterer Tee, aber auch in Kapselform, Tinktur oder Salbe. Auch in der Homöopathie gilt sie als gutes Mittel gegen Gelenkverschleiß. Allerdings braucht es etwas Geduld, die Wirkung tritt zwar recht zuverlässig, aber oft erst nach mehreren Wochen ein.

Wer nicht nur etwas für die Gelenke sondern auch gegen die Schmerzen tun möchte, ist mit einer Kombination von Teufelskralle mit natürlicher Weidenrinde bestens versorgt.

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