Diese Art der Arthritis ist auch als Reiter-Syndrom bekannt oder als Urethro-okulo-synoviales Syndrom. Auf gut Deutsch also das reitersche Dreigespann bestehend aus einer Arthritis, die mehrere Gelenke befallen kann, Bindehautentzündungen der Augen und Urethritis (Harnröhrenentzündung). Manchmal kommt bei den Betroffenen noch ein der Schuppenflechte ähnliches Hautbild an den befallenen Gelenken dazu. Hauptsächlich jüngere Männer (20-45 Jahre) erkranken an dieser Form der Arthritis. Auf 20 infizierte Männer kommt eine Frau.
Die Erkrankung tritt als postinfektiöse Gelenkserkrankung auf, d. h., alles beginnt mit einer Infektion der Harnwege oder des Darmes. Die Auslöser können Chlamydien, Salmonellen, Shigella flexneri, Shigella dysenteriae, Yersinia enterocolitica, Campylobacter fetus, Clostridium difficile oder Mykoplasmen sein. Oft sind aber die Anzeichen dafür nur gering ausgeprägt so dass der/die Betroffene diese Primärerkramkung gar nicht richtig wahrnehmen. Als nächstes folgt dann die reaktive Arthritis, als Reaktion des fehlgeleiteten Immunsystems.
Morbus Reiter ist eine seronegative Gelenkerkrankung, das bedeutet, dass zwar allgemeine Entzündungsanzeichen vorhanden sind, aber keine Rheumafaktoren oder Antikörper. Einen weiteren Hinweis auf diese reaktive Arthritis bietet der Marker HLA-B27. Immerhin weisen mehr als 70% der Betroffenen dieses Merkmal auf. Mit Hilfe von Abstrichen kann abgeklärt werden, ob es sich um eine Infektion durch bestimmte Erreger handelt. Den letzten Beweis, dass es sich um einen Morbus Reiter handelt, können bildgebende Verfahren wie Röntgen oder ein MRT der entsprechenden Gelenke liefern.
Die Liste der Symptome, die ca. 1-6 Wochen nach der Erstinfektion auftreten können, ist recht lang:
Allgemeines Unwohlsein wie z. B. auch bei einer beginnenden Grippe oder Erkältung verbunden mit einer Magen und Darm- oder Harnwegs-Infektion mit erhöhter Körpertemperatur
Harnröhrenentzündung, verbunden mit Brennen beim Wasserlassen, bei Frauen auch eine Entzündung des Gebärmutterhalses u. U. mit einem eitrigen Ausfluss. Bei Männern ist auch eine Prostataentzündung möglich
Eine Konjunktivitis (Bindehautentzündung) evtl. mit Komplikationen
Dann die eigentliche Arthritis (Entzündung der Gelenke) zum Teil mit heftigen Ergüssen (z.B. ein Knie dick wie ein Fußball), auch die Wirbelsäule kann betroffen sein
Entzündungen an Sehnenansätzen
Auf der Haut zeigen sich Bläschen, die dann auch zerplatzen, desweiteren besagte flächige Hauterscheinungen die einer Psoriasis ähneln, Geschwüre im Mundraum, Veränderungen der Zunge und der Nägel, bei Männern schmerzhafte Entzündungen an der Spitze des Penis
So eine reaktive Arthritis hat es also in sich. Wer Glück hat, ist die Erkrankung nach spätesten drei Jahren wieder los, meist schon nach ein paar Monaten. Bei einem relativ geringen Prozentsatz, ca. 10-15% aller Erkrankten, geht sie in ein chronisches Stadium über.
Als schulmedizinische Standardbehandlung werden nicht-steroidale Rheumamittel (Ibuprofen, Diclofenac etc.) verschrieben und es kommen alle auch bei einer “normalen Arthritis” entzündungshemmenden Maßnahmen zum Zuge. Wenn nötig, auch Kortison und/oder Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken.
Alternativen wären die entzündungshemmenden Substanzen die die Natur uns liefert. Heilpilze, Phytotherapie – Mädesüß – Weihrauch, Alpha-Liponsäure, MSM (organischer Schwefel), Astaxanthin und die Regenaplex-Therapie



