Sie ist eine wässrige Iod-Kaliumiodid-Lösung. Benannt nach dem französischen Arzt Jean Guillaume Lugol. Er entdeckte sie 1835 . Dieses (Heil)Mittel kann sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden. Bekannter ist aber die Jodtinktur. Bei dieser wird das Iod-Kaliumiodid in Ethanol gelöst und dann u.a. als äußerlich anzuwendendes Desinfektionsmittel genutzt. Vorsicht! In dieser Form ist die Substanz leicht entflammbar. Anwendung nur äußerlich !
Wichtig: Wer auf Jod allergisch reagiert, sollte sich tunlichst von jodhaltigen Substanzen fernhalten.
Kleine Randbemerkung: Die Lugolsche Lösung wird beispielsweise auch von Wellensittich-Züchtern genutzt um das Trinkwasser der Vögel keimfrei zu machen. Auch bei Besitzern von Meerwasseraquarien erfreut sich die Lösung großer Beliebtheit.
Im medizinischen Bereich wird das Mittel vor einer Schilddrüsenoperation wegen einer Überfunktion eingesetzt. Wer endlich etwas wirkungsvolles gegen den allseits so “beliebten” Candida-Pilzbefall tun möchte, für den gibt es einen “Geheimtipp”. Für die Herstellung dieses Anti-Pilz-Mittels werden drei Komponenten benötigt:
1. Schwarze Melasse
Diese Melasse ist rein natürlich und fällt so nebenbei bei der Gewinnung von Zucker aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben ab. Der Zucker wurde extrahiert und eine zähe, dunkle Masse bleibt übrig. Hauptsächlich enthält sie Wasser und Saccharose, aber auch noch etwas Glucose und Fruchtzucker, ebenso wie einige Mineralien und Spurenelemente z.B. Magnesium, Calcium, Phosphor und Eisen) sowie Vitamine (B-Komplex).
Als Alternative bietet sich organischer Ahornsaft an (schmeckt besser, hat aber weniger Mineralien) das tut der grundsätzlichen Wirkung aber keinen Abbruch.
Wie wird Ahornsirup gemacht?
2. Natron
Die meisten Menschen sind übersäuert, also auch die Zellen und das macht sie krank. Diese sauren Zellen benötigen ca. 15 Mal so viel Zucker wie gesunde. Das führt dann zu regelrechten “Fressattacken”, vorzugsweise auf Süßes. Süßes macht sauer und neuer süßer “Stoff” muss her. Auch der Candida-Pilz liebt Zucker und Hefe, da kann er es sich so richtig gemütlich machen im Körper. Das ganze wird zu einem Selbstläufer. Pilze bedeuten Toxine die wiederum zusätzlich krank machen und sie wollen mehr Zucker, genauso wie die erkrankten Zellen usw..
Darum ist Natron hier so nützlich denn es neutralisiert die Säure und bringt den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Lot. Zuerst einmal ist es wichtig, nur das reine Backpulver, Natriumhydrogencarbonat, zu verwenden. Das “echte” Natron ist Natriumhydrogencarbonat. Lassen Sie sich nicht von Begriffen wie Bicarbonat oder Soda in die Irre führen.
Dass Natron bei saurem Aufstoßen hilft, gehörte schon zu Oma’s Geheimtipps, aber das weiße Pulver kann entschieden mehr. Backpulver ist basisch, und darum hilft es schon mal bei allen Beschwerden, die auf eine Übersäuerung des Körpers zurückzuführen sind. So leistet es gute Dienste bei Erkältungen und grippalen Infekten, ebenso wie bei chronischen Gesundheitsstörungen. Hier geht es zum ganzen Artikel über Natron.
3. Die Lugolsche Lösung
Diese Jod-Lösung zusammen mit dem Natron und der Melasse bzw. dem Ahornsirup kann erfolgreich gegen den Candida-Befall eingesetzt werden.
Aus diesen drei Komponenten wird ein Getränk hergestellt:
Ein Glas Wasser, leicht warm, dazu einen Teelöffel Melasse oder Ahornsirup geben. Solange umrühren bis die Masse im Wasser gelöst ist, dann einen Teelöffel Natron dazu, wieder gut umrühren. Zuletzt 10 Tropfen der Lugolschen Lösung dazugeben und noch einmal rühren. Hat sich alles aufgelöst kann das “Gebräu” getrunken werden. Dieses wird dreimal täglich frisch zubereitet und getrunken. Schmeckt vielleicht nicht so prickelnd, ist aber sehr wirkungsvoll.




Weiß jemand wie oft das einzunehmen ist?
Nur die 3x und dann ist alles gut?
un
Hallo Ursula,
im letzten Absatz meines Artikels steht etwas über die Zubereitung und die Einnahme.
Liebe Grüße, Ina
Danke Ina -
Ja das habe ich gelesen, da steht
“Dieses wird dreimal täglich frisch zubereitet und getrunken” aber mir ist nicht klar, wie lange 3x mal am Tag – immer? Jeden Tag? Woche? Monat?
Danke noch mal -
Hallo Ulrike,
über die Zeiträume, wie lange diese Lösung eingenommen werden soll streiten sich die Gelehrten
Die Empfehlungen gehen von 10-21 Tagen bis zu Jahren. Auf dieser englischsprachigen Seite gibt es jede Menge Infos dazu:
http://iodine.imva.info/index.php/iodine-dosages/
Ein Dr. Abrahams empfiehlt für 3 Monate tägl. 8 Tropfen, danach reduzieren auf tägl. 2 Tropfen und er ist ebenfalls der Meinung, dass diese Therapie nur unter Aufsicht eines Mediziners angewendet werden darf.
Die deutschen Seiten halten sich etwas bedeckt, denn natürlich ist Jod schon vorsichtig zu gebrauchen und ein Gespräch mit dem behandelnden Arzt
sollte auf jeden Fall stattfinden.
Hier die Quellen, die ich für meine Recherchen genutzt habe:
http://www.j-lorber.de/gesund/ernaehrung/jod.htm
http://www.gesundheit-wissen24.de/ernaehrung/news/die-lugolsche-jodloesung-im-kampf-gegen-candida/
Liebe Grüße, Ina
D A N K E !!!!!
Ich befasse mich schon eine Weile mit dem Thema Jod und es ist erstaunlich was man da noch alles an altem Wissen findet. Ich finde es großartig, dass du das Thema aufgegriffen hast. Ich sende da noch etwas an deine Contact-Adresse, auf jeden Fall nochmal herzlichen Dank!
Gerne doch, Ulrike oder Ursula
Liebe Grüße, Ina
Im Rezept für das Getränk ist von 10 Tropfen Lugolscher Lösung die Rede. Nun gibt es aber diese Lösung in verschiedener Stärke, also z. B. 1 %, 2 % oder 5 %. Von welcher Stärke ist bei diesem Rezept die Rede? Wenn das Rezept für 5%ige Lösung gedacht ist, müsste ich bei 1%iger Lösung die fünffache Menge nehmen?
Hallo Maria,
mein Artikel bezieht sich auf die 5%ige Lösung. Diese und die 2%ige sind die gängigsten Stärken. Unter diesem link gibt es ganz ausführliche Infos zur Lugolschen Lösung : http://www.j-lorber.de/gesund/ernaehrung/jod.htm#Zusammensetzung%20der%20Lugol%27schen%20Jodl%C3%B6sung
Ich werde in den nächsten Tagen meinen Text entsprechend ändern. Danke für den kleinen “Anstoß”.
Liebe Grüße, Ina
Hallo Ina
Wann empfiehlst du denn, dieses Gebräu einzunehmen? Vor oder nach einer Mahlzeit?
Danke und liebe Grüsse
Stephie
Hallo Stephie,
wenn ich es nehmen würde, wären 1-2 Stunden nach dem Essen meine Wahl. Ich habe aber bei diesem “Mittel” keine eigenen Erfahrungen,
ich habe es noch nicht ausprobiert und gebe in diesem Fall nur Informationen weiter. Mehr darf ich auch nicht tun.
Wenn Du aber Erfahrungen damit gesammelt hast wäre es toll, wenn Du das in Form eines Kommentares hier posten würdest.
Liebe Grüße, Ina
Diesen Text veröffentliche ich mit Genehmigung der Autorin: Danke Stephanie
Vielleicht hilft das ja dem einen oder anderen.
Also mittlerweile habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir das Gebräu auf nüchternen Mahen nicht bekommt.
Die Lugolsche Lösung zu bekommen, ist nicht so einfach. Eine Apotheke hat mir sogar die Abgabe verweigert, als ich ihr den Verwendungszweck genannt habe. Also, in Bern gibt es lediglich zwei Apotheken, welche die Lösung an Lager haben, Apotheke Noyer in der Marktgasse, und die Christoffel Apotheke. Jedoch musste ich etwas schummeln und sagen, dass ich die Lugolsche Lösung im Auftrag von jemanden kaufe und den Verwendungszweck nicht kenne. Ausserdem ist es hilfreich, wenn man bestimmt auftritt und weiss, was man will (5%ige Lugolsche Lösung, 10ml). Sie kostet übrigens ca. Fr. 17.00.
Gerne kannst du meinen Text in den Blog kopieren.