Propolis, Pollen, Gelée Royale und Bienengift Teil 1




Außer dem “süßen Gold” sammeln und produzieren die fleißigen Bienen noch weitere höchst wirksame Substanzen. Propolis ist eine davon, eine, die gegen Bakterien, Viren und Pilze effektiv eingesetzt werden kann. Da es ganz offiziell als Heilmittel anerkannt ist, darf es nur noch über Apotheken abgegeben werden.

Dieses Heilmittel ist ein durch die Bienen weiter verarbeitetes (fermentiert, wie auch der Honig)  Harz welches sie von Baumknospen oder verletzten Baumrinden einsammeln um daraus eine hochpotente Schutz-Substanz zu produzieren. Es wird u. a. auch Kittharz genannt und variiert farblich zwischen hellem Gelb und sehr dunklem Braun. Der Geschmack ist eher zum Abgewöhnen, einfach nur bitter und scharf. Bei normaler Raumtemperatur ist es bröckelig und fest. Am besten verarbeiten lässt es sich um die 30°C. Im Bienenstock herrscht idealerweise eine Temperatur um die 35°C, dann ist der Kitt klebrig und kann von den Bienen gut verarbeitet werden.Mit der klebrigen Masse wird der gesammte Bienenstock versehen, eben als Schutz vor Keimen, Viren und Pilzen, denn die lieben es feucht und warm.

Öffnungen werden abgedichtet, alle Bewohner werden so vor Infektionen geschützt. Fremdkörper, die nicht entfernt werden können, werden umkleidet, kurzum, der Bienenstock wird zu einer bestens geschützten Festung. Und was für die Bienen so wirksam ist, kann auch dem Menschen gleichermaßen helfen.
Dieser Stoff ist unglaublich vielseitig, er wirkt:

gegen alle Krankheitserreger wie Viren, Bakterien und Pilze

ist schmerzstillend und entzündungshemmend

regt das Immunsystem an und ist ebenso wie der Honig wundheilend

Durch das große Wirkspektrum kann Propolis bei fast allen Erkrankungen und/oder Entzündungen eingesetzt werden. Beispielsweise bei Hals-, Blasen und Gallenblasenentzündungen, Atemwegserkrankungen einschließlich Bronchitis und Asthma (nur wenn keine Allergie vorliegt), Infektionen wie z.B. Magen-und Darm-Grippe und Magengeschwüre, rheumatische Beschwerden, Herpes und Gürtelrose, Hautkrankheiten, Sonnenbrand, Warzen, schlecht heilende Wunden (hier besonders das Ulcus cruris, das “offene Bein”) Zahnfleischentzündungen usw..

In Apotheken bekommt man es in verschiedenen Darreichungsformen wie Pulver, Kapseln, Tinkturen, Salben, Extrakte, als Bonbons, oder als pures Harz.

Pollen

Die Bienenpollen gehören mit zu  den besten Nahrungsergänzungsmitteln überhaupt. Fast nebenbei sammeln die Bienen bei ihren Ausflügen die Pollen der von ihnen besuchten Blüten. Und diese Pollen haben es in sich. In ihnen enthalten sind sämtliche Vitamine die es gibt, sogar das Vitamin B12, das normalerweise in Pflanzen nicht vorkommt. Daher ist der Blütenstaub für Vegetarier  beinahe essentiell.

Die Pollen sind unglaublich reich an Mineralstoffen wie beispielsweise Calcium, Magnesium und den so immens wichtigen Schwefel, der bei allen Stoffwechselvorgängen eine wichtige Rolle spielt.  verschiedenen Proteinen, Aminosäuren (Alanin, Cystin, Thaurin uvm.) und Enzymen. Sie wirken antioxidativ und pushen das Immunsystem, neutralisieren im Körper befindliche Gift- und Schadstoffe und sie enthalten Pflanzenhormone, die für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt sorgen und die Hormondrüsen anregen.

Da so gut wie alle für uns wichtigen Vitalstoffe in reichlicher Form in den Pollen enthalten enthalten sind,  wirken sie synergistisch und verstärken dadurch ihre positive Wirkung noch. Außerdem verfügen sie genau wie auch der Honig und das Propolis über antibiotische und desinfizierende Eigenschaften.

Generell wirkt der Blütenstaub energetisierend, man wird fitter und leistungsfähiger (das wissen auch die Sportler). Wissenschaftlich als erwiesen gilt die blutdrucksenkende Wirkung, auch eine Schilddrüsenüberfunktion wäre eine Indikation. Eigentlich kann man sagen, dass das Einsatzspektrum genauso groß ist wie dass von Honig und Propolis.
Achtung:  Bienen-Allergiker dürfen keine Pollen zu sich nehmen, das lebensbedrohliche Risiko eines anaphylaktischen Schocks sollte nicht unterschätzt werden.

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