Legionellen verursachen die gefährliche Legionärskrankheit




Die Familie der Legionellen (Legionella) ist für den Menschen hochagressiv. Mittlerweile sind ca. 48 verschiedene Bakterien bekannt. Wobei der Erreger der Lungenentzündung  (Legionella pneumophila) am häufigsten auftritt. Eine etwas andere Variante, die “Pittsburgh-Pneumonie”, wird durch den Legionella micdadei hervorgerufen.

Durch verschiedene Laboruntersuchungen sind die Bakterien nachweisbar. Eine möglichst frühzeitige Diagnose und entsprechende Behandlung ist äußerst wichtig.

Bevorzugt halten sich die Erreger überall da auf, wo es schön feucht (Wasser, Erdboden) und warm (25° – 50° C) ist, außerdem lieben sie es, wenn sie möglichst lange ungestört bleiben. In Hotels, die wenig ausgelastet sind, z. B. außerhalb der Saison, könnte die Gefahr einer Infektion lauern. Besonders dann, wenn aus Kostengründen auch noch die Temperatur im Warmwassersystem gedrosselt wird. Wer dann dort duscht oder badet ist potentiell gefährdet, und zwar immer, wenn Wasserdampf oder Sprühnebel entsteht, der dann eingeatmet wird.

Erst in diesem Monat wurde ein Todesfall durch eine Legionellen-Infektion in Schottland (Edinburgh) bekannt. Mittlerweile gibt es knapp 30 offiziell bestätigte Fälle  und weitere , die aber noch nicht bestätigt wurden. Das Besondere daran ist der Zusammenhang mit Kompost. Legionella longbeachae, das verursachende Bakterium, kommt in unseren Breitengraden relativ selten vor. Neuseeländer und Australier kennen den Erreger nur zu gut. In diesen Ländern wird auf Kompostsäcken sogar vor einer Legionelleninfektion durch Kompost gewarnt. Grundsätzlich sollte sich jeder Mensch nach der Gartenarbeit gründlich die Hände waschen. Das schützt vor einer Legionellose.

Ihren volkstümlichen Namen erhielt diese Erkrankung erst 1976. Damals wurden  bei dem jährlichen Treffen der US-amerikanischen Kriegsveteranen (American Legion) um die 200 Mitglieder dieser Vereinigung infiziert, daran verstorben sind dann 34 von ihnen. Bei dieser Epidemie schaltete sich die amerikanische Gesundheitsbehörde ein und tatsächlich wurde dann das Bakterium Legionella pneumophila als Auslöser der Krankheit identifiziert. Auf Grund dieser Ergebnisse konnten dann noch weitere, bis dahin ungeklärte Epidemien diesem Erreger zugeschrieben werden.

Im Falle der Kriegsveteranen konnten die Legionellen in der Klimaanlage des Hotels festgestellt werden. Letztendlich gibt es aber eine Vielzahl von möglichen Aufenthaltsorten dieser ungebetenen Gäste. In Krankenhäusern und Hotels (Warmwassersysteme, Klimaanlagen), Schwimmbädern, Saunen, Kühltürmen, in öffentlichen Duschen, Wassertanks usw..

Überall da, wo z.B. aus Kosten- und sonstigen Gründen Energie, bzw. Geld  gespart werden soll und darum die Temperatur unter 50° C geregelt wird, ist die Chance einer Legionellenbesiedelung gegeben. Interessanterweise ist der Genuss des mit Legionellen verseuchten Wassers für gesunde Menschen, ausgerüstet mit einem gut funktionierenden Immunsystem, relativ gefahrlos. Das Einatmen des Wasserdampfes hingegen bringt die Erreger direkt in die Lunge, und das kann dann tatsächlich verheerende Folgen haben.

Eine kleinere Legionellen-Epidemie hier bei uns in Deutschland, Anfang 2010 im Bereich Ulm,  hat nicht einmal viele Menschen aufgeschreckt. “Nur 5 Tote”, wo wir doch dank der Medien ganz andere Größenordnungen gewohnt sind, sind ja ziemlich mickrig. Dabei geht es nicht um Zahlen sondern die potentielle Gefahr dahinter. Übrigens sind bestätigte Fälle hier bei uns meldepflichtig.

Seit 2004 gibt es ein Arbeitsblatt des “Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches e. V. ” Die Richtlinien des  DVGW geben u. a. vor, dass vorbeugenderweise die Temperatur des austretenden Wassers bei Warmwasser-Systemen bei mindestens 60° C liegen muss. Wobei 70° C sinnvoller wäre, denn dann werden die Keime schnell abgetötet. Wer sich für alternative Möglichkeiten zur Erwärmung von Trink- und Nutzwasser (Solar- oder Geothermie- Systeme) interessiert, sollte darauf achten. Eine neue Trinkwasserverordnung sieht jährliche Kontrollen in Hotels, Krankenhäusern und auch für Mietwohnungen vor.

Die Symptome

Nach der Ansteckung könen bis zu zehn Tage bis zum Ausbruch der Krankheit vergehen.  Bei der leichteren Infektion, auch Pontiac Fieber genannt, gleichen die Symptome, die meist schon nach zwei bis maximal fünf Tagen auftreten, eher einer Grippe, zwar unangenehm, aber im Gegensatz zu einer heftigen Lungenentzündung und weiteren schlimmen Krankheitsbildern, eine verhältnismäßig  harmlose Variante.

Neben den für eine Lungenentzündung typischen Begleiterscheinungen (starker Husten, Atemnot, Schüttelfrost etc.) sind auch Magen- und Darmbeschwerden möglich. Eine richtig schlimme Infektion mit tödlichem Ausgang habe ich vor ein paar Jahren im Bekanntenkreis erlebt. Die Infektion hatte sich der Bekannte in einem ausländischen Hotel eingefangen, kam zurückgeflogen und kurze Zeit später kämpfte er mit einer schweren Lungenentzündung, die zuerst auch wie eine “normale” Lungenentzündung behandelt wurde. Ein paar Tage später fand ihn ein Freund bewusstlos in seinem Bett und er wurde auf die Intensivstation des örtlichen Krankenhauses gebracht, wo dann auch die Legionellen festgestellt wurden.

Er wurde ins künstliche Koma versetzt und musste künstlich beatmet werden. Die Ärzte stellten fest, dass er komplett dehydriert war. Trotz ständiger Flüssigkeitszufuhr  dauerte es ein paar Wochen, bis der Zustand wieder halbwegs stabil war. Viel schlimmer aber war eine Entgleisung seines Stoffwechsels. Er wurde zum insulinpflichtigen Typ 1-Diabetiker und kam in ein anderes Krankenhaus um ihn entsprechend einzustellen. Als das geschafft war, wurde er entlassen. Ein paar Wochen später bekam er dann die Diagnose Bauchspeicheldrüsen-Krebs. Dieser  entwickelte sich rasant und innerhalb eines Jahres nach der Infektion war aus einem vitalen und gesunden ein toter Mann geworden.

Ein sicherer Schutz gegen die Infektion besteht, wenn die Temperatur in Warmwassersystemen konstant über 70° C liegt. Auch gechlortes Wasser, z.B. in Schwimmbädern schützt vor einer Legionelleninfektion, hat allerdings auch gesundheitliche Nachteile. Ansonsten heißt es einfach wachsam sein.

Die konventionelle Behandlung erfolgt mit bestimmten Antibiotika und Symptom lindernden Maßnahmen, wie z.B. Inhalationen. Da Bakterienstämme sich immer häufiger resistent gegen Antibiotika zeigen, wird es wohl bald so sein, dass auf natürliche Alternativen zurückgegriffen werden muss. Eines dieser Heilmittel, das antibakteriell wirkt und gleichzeitig das Immunsystem stärkt, ist beispielsweise der Manuka-Honig. Hier eine kurze Abhandlung zur antibiotischen Wirkung von Manuka-Honig von Prof. Dr. Thomas Henle,  Technische Universität Dresden

Auch Heilpilze wie beispielsweise der Reishi, haben eine ausgeprägte antibiotische Wirkung und unterstützen zusätzlich die körpereigene Abwehr.
Heilpilze Teil 1

Heilpilze Teil 2

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